Reaktion und Reflexe als Boxer trainieren

Als Boxer ist es dir bestimmt schon oft aufgefallen, dass die besten Profis eine unglaubliche Reaktion haben und richtig gute Reflexe vorweisen. Einer der besten Beispiele sind Muhammad Ali oder Floyd Mayweather Jr. Es scheint so, als ob sie genau zum richtigen Zeitpunkt den Schlag des Gegners erahnen und dann daraufhin die entscheidenden Treffer landen. Deshalb sollte man unbedingt seine Reaktion und Reflexe als Boxer trainieren, denn das bringt uns als Kämpfer viele Vorteile.

Die sogenannte Reaktionszeit hängt von zahlreichen Faktoren ab. Du musst etwas, was du gerade gesehen hast, verarbeiten um daraufhin die angemessenste und schnellste Reaktion zu zeigen. Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass wir im Kampfsport auf zwei große Gruppen von Signalen reagieren. Das erste Signal sind die „Visuellen Signale“. Hier reagieren wir auf etwas was wir gerade gesehen haben. Beim Boxen wäre das zum Beispiel, wenn du eine Lücke beim Gegner siehst und daraufhin eine schnelle Reaktion zeigst. Das zweite Signal sind die „Taktilen Signale“. Hier reagieren wir auf Berührungen. Im Boxen wäre das zum Beispiel, wenn wir zu nah am Gegner dran sind und wir seine Deckung spüren, dass wir dann wissen, wir müssen einen Schritt zurück um eine bessere Distanz für bessere Treffer zu haben. 

 

 

Mit welchen Übungen lassen sich die Reaktion und Reflexe als Boxer trainieren?

 

Übung mit Tennisball

Hier musst du den Tennisball einfach auf den Boden werfen und im richtigen Moment wieder greifen. Dabei schlägst du den Arm so wie beim Boxen. Also, du bringst den Jab und greifst dabei den Tennisball. 

 

Übung mit Reaktionsball

Hier wirfst du den Reaktionsball entweder auf den Boden oder gegen die Wand. Dadurch, dass der Reaktionsball uneben ist, wechselt dieser auch ständig die Richtung. Deine Aufgabe ist es, das Wechseln zu sehen und den Reaktionsball schnell zu fassen. 

 

Übung mit Reflexball

Hier bindest du dir das Band um die Stirn. Jetzt kannst du den Reflexball antippen. Deine Aufgabe ist es, den Reflexball sofort danach wieder zu treffen und selber nicht getroffen zu werden. 

 

 

Tipp

Hier kannst du dir mein YouTube Tutorial zu diesen drei Übungen ansehen. 

 

 

 

Übungen mit Doppelendball

Hier schlägst du, ähnlich wie beim Reflexball, den Ball in der Mitte an, wodurch er anfängt zu schwingen. Deine Aufgabe ist es, den Ball zu erahnen und dementsprechend deinen Kopf zu bewegen. Ziel ist es, nicht vom Ball getroffen zu werden. Eine super Übung, wie ich finde, wenn es darum geht zu lernen, den Schlägen des Gegners auszuweichen. 

 

 

 

 

 

Übungen mit dem Partner

Auch die Partnerarbeit hat sich sehr gut bewährt. Durch den Partner lassen sich nämlich verschiedene Übungen trainieren. Zum Beispiel steht man selbst mit dem Rücken zur Wand, während der Partner mit einem Tennisball versucht unseren  Kopf zu treffen. Dabei müssen wir uns natürlich nicht treffen lassen, indem wir den Kopf bewegen.  

Eine andere Übung, für die wir Reaktion und Reflexe als Boxer trainieren können, ist das Pratzentraining. Hier hat der Pratzenhalter die Möglichkeit, uns Schlagkombinationen oder einzelne Schläge ausführen zu lassen, indem wir schnell auf seine Hände reagieren. Außerdem kann der Pratzenhalter auch wieder versuchen unseren kopf mit seinen Händen zu treffen. Unser Ziel ist es nicht getroffen zu werden. 

 

 

Das bedingte Sparring ist, wie ich finde, die effektivste Methode um die Reaktion und Reflexe als Boxer zu trainieren. Bedingtes Sparring bedeutet, dass Sparring mit Aufgabenzuteilung gemacht wird. Zum Beispiel schlägt Partner A nur mit dem Jab, während Partner B dem Jab ausweicht und daraufhin sofort die Lücke sehen muss um den Konterschlag zu treffen. Hier sind die Möglichkeiten sehr vielfältig und deshalb ist es auch so effektiv. 

 

 

Mein Fazit

Eines darfst du nie außer Acht lassen. Du verbesserst am besten deine Reaktion und deine Reflexe beim Sparring und im Wettkampf. Die anderen erwähnten Übungen dienen lediglich zur Verfeinerung deiner Reaktion und Reflexe. Deshalb versuche so viel es geht beim Sparring zu lernen und dann im Wettkampf alles erlernte umzusetzen.  

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