Beinarbeit im Boxen – Das wichtigste überhaupt!

Bevor ich dir erkläre, warum eine gute Beinarbeit im Boxen das wichtigste ist, solltest du wissen, dass mindestens 60 Prozent eines Kampfes, wenn nicht sogar mehr, die Beine entscheiden! Doch warum ist das so?Hast du es einmal geschafft, deine Beinarbeit so zu trainieren, dass sie wirklich hervorragend ist, hast du dadurch viele Vorteile gegenüber einem Boxer, der keine so gute Beinarbeit hat. Mit einer guten Beinarbeit im Boxen kannst du zum Beispiel den Gegner sowohl im Vorwärts- als auch im Rückwärtsgang treffen. Dabei hast du stets die Kontrolle über die richtige Distanz, sodass deine Schläge auch optimal beim Gegner auftreffen können. Es gibt jedoch nicht nur ein vor und zurück. Durch eine gute Beinarbeit kannst du auch den Gegner ebenso gut aus verschiedenen Winkeln treffen. Hier stehst du dem Gegner nicht frontal gegenüber, sondern seitlich (auf seiner linken oder rechten Seite), sodass er schutzlos deinen Schlägen ausgeliefert ist.

Außerdem führt eine gute Beinarbeit dazu, dass du fähig bist, sowohl in der Linksauslage, als auch in der Rechtsauslage zu boxen. Der Gegner wird durch den ständigen Wechsel der Boxauslage zur Überforderung gebracht. Ein weiterer Vorteil, weil du dadurch viel variabler bist und in bestimmten Situationen deine Schläge besser bringen kannst. All die oben aufgeführten Punkte erfordern jedoch ein hohes Maß an Training, die du für eine gute Beinarbeit benötigst!

 

 

Die Bedingungen einer guten Beinarbeit

Wie schon oben erwähnt, musst du für eine gute Beinarbeit im Boxen auch dementsprechend trainieren. Doch welche Bereiche solltest du hier im Fokus haben?

 

 

Distanz

Die richtige Distanz zum Gegner zu haben, bedeutet, dass du ihn immer von genau dem Punkt aus optimal treffen kannst. Doch wie fndest du heraus, welche die richtige Distanz ist? Am besten ist hier das klassische Sparring geeignet. Auch durch das Trainieren am Sandsack oder die gemeinsame Pratzenarbeit mit dem Trainer kannst du dir das Distanzgefühl antrainieren. Bei beiden Varianten hilft dir eine gute Beinarbeit weiter, weil du dich dank dieser zu der richtigen Distanz schnell hinbewegen kannst.

 

 

Schnelligkeit

Wie sagt man so schön „Speed Kills“ – Schnelligkeit tötet. Deshalb sollte dein Ziel sein, dass du darauf trainierst, eine gewisse Schnelligkeit aufzubauen. Und hier gehören defnitiv auch die Beine dazu.

 

 

Koordination

Wenn deine koordinativen Fähigkeiten gut trainiert sind, bist du viel variabler. Du kannst aus verschiedensten Positionen boxen wie zum Beispiel durch den Winkelwechsel oder du kannst den Auslagenwechsel ausführen.

 

 

Reaktion

Wenn du eine gute Reaktion hast, kannst du dadurch Vieles schneller erkennen. Du kannst dich so in eine bestimmte Position bringen, dass du den Gegner auch sehr hart triffst. Du kannst im Sparring versuchen die „Lücken“ deines Gegners aufzusuchen. Deine Beinarbeit verschafft dir Hilfe, indem du dich Dank dieser dorthin bewegst.

 

 

Die Grundstellung – Die Basis einer guten Beinarbeit

Boxen BeinarbeitEine gute Beinarbeit im Boxen geht mit der perfekten Grundstellung einher. Diese ist unabdingbar dafür. Deshalb solltest du, gerade wenn du noch ein Anfänger bist, sehr viel Zeit in deine Grundstellung investieren. Ohne die richtige Grundstellung, wirst du von Zeit zu Zeit verheerende Folgen davon tragen. Was meine ich damit? Wenn du im Sparring oder auch im Kampf eine schlechte Grundstellung vorweist, wirst du höchstwahrscheinlich unnötige Schläge abbekommen. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern kostet auch viel Kraft und kann letztendlich dazu führen, dass man unnötigerweise den Kampf verliert.

 

 

Welche Vorteile bringt die richtige Grundstellung mit sich?

Es gibt drei wichtige Punkte, die dir einen klaren Vorteil verschaffen. Darum solltest du unbedingt die richtige Grundstellung im Boxen einnehmen.

 

Stabilität

Wenn du die richtige Grundstellung im Boxen hast, bist du nämlich viel stabiler gegen Gegenangriffe oder dem Gegendruck deines Gegners. Das heißt vereinfacht, dass du nicht leicht umfällst!

 

 

Beweglichkeit

Durch die richtige Grundstellung im Boxen kannst du dich schneller in andere Richtungen fortbewegen und abdrücken. Außerdem bist du auch im Oberkörper beweglicher. Du kannst nämlich die Meidbewegungen besser ausführen, wodurch du dich wieder gegen mehrere Schläge deines Gegners verteidigen kannst!

 

 

Härtere Schläge

Dadurch, dass du in der richtigen Grundstellung im Boxen stehst, können deine Schläge viel härter sein (natürlich musst du hier die Technik der Schläge beherrschen). Du kannst nämlich die Hüft- und Oberkörperrotation viel besser ausführen. Außerdem kannst du durch den richtigen Stand dein Gewicht auf den Beinen besser verlagern, was elementar wichtig für einen harten Schlag ist.

 

Tipp

Hier kannst du dir mein Tutorial auf meinem YouTube Kanal anschauen, damit du lernst wie man die richtige Grundstellung einnimmt.

 

 

 

Welche Fortbewegungsarten gibt es?

Im Boxen gibt es eigentlich zwei Möglichkeiten um sich fortzubewegen. Diese heißen Passgang und Diagonalgang.

 

Passgang

Diese Gangart lernt man ziemlich am Anfang des Boxtrainings. Warum heißt diese Fortbewegungsart Passgang? Hier muss man nämlich immer einen Fuß nach dem anderen nachziehen, damit du wieder in deiner Grundstellung stehst. Dadurch hast du den Vorteil, dass du dich immer schnell nach vorne, nach hinten oder aber zur Seite bewegen kannst. Außerdem wird hier immer die selbe Seite bewegt. Also, wenn die linke Hand schlägt, geht auch gleichzeitig der linke Fuß vor. Du solltest jedoch wissen, dass deine Schläge beim Passgang nicht die maximale Kraft haben. Um weitaus härtere Schläge zu bringen, muss man eine andere
Variante des Passgangs einsetzen, und zwar den gesprungenen Passgang. Anders als beim normalen Passgang, führt die gesprungene Variante dazu, dass du dein gesamtes Körpergewicht nach vorne schiebst, wodurch der Schlag sehr viel härter wird.

Visuelle Darstellung des Passgangs

Beinarbeit Boxen

 

 

 

 

 

 

 

 

Diagonalgang

Diese Gangart erfordert etwas mehr Erfahrung. Warum heißt diese Gangart so? Hier überkreuzen sich nämlich die schlagende Hand und das gehende Bein (z.B. linkes Bein vor, rechte Hand schlägt). Der Vorteil beim Diagonalgang ist es, dass du sehr viele kraftvolle Schläge in einem Moment bringen kannst, weil du nämlich komplett die Hüfte und den Oberkörper reindrehst während du dabei vorwärts gehst. Ein weiterer Vorteil ist, dass du jederzeit in der anderen Auslage stehen kannst, wodurch du wieder variabler bist. Allerdings gibt es auch einen kleinen Nachteil. Du kannst die Richtung nicht so schnell wechseln (z.B. nach links/ rechts oder nach hinten).

Visuelle Darstellung des Diagonalgangs

Beinarbeit im Boxen

 

 

 

 

Tipp

Hier kannst du dir meine Tutorials auf meinem YouTube Kanal anschauen, damit du lernst wie du deine Beinarbeit im Boxen durch den Passgang und den Diagonalgang verbessern kannst.

 

 

 

 

Wie kann man die Beinarbeit im Boxen verbessern?

Wie du nun sicherlich erkannt hast, erfordert eine hervorragende Beinarbeit sehr viel Training. Damit deine Beinarbeit wirklich gut wird, solltest du dich auf die vier Bedingungen (siehe oben) konzentrieren. Dabei solltest du das Boxtraining niemals außer Acht lassen, denn hier wirst du am meisten lernen. All die vier Punkte (Distanz, Schnelligkeit, Koordination und Reaktion) trainierst du sowohl beim Sparring oder bei Partnerübungen, als auch am Sandsack oder im Schattenboxen. Trotzdem kannst du auch andere Übungen wunderbar ergänzen um genau diese vier Bereiche zu optimieren. Welche Übungen das sind, erfährst du im Folgenden.

 

Seilspringen

Das Seilspringen ist eigentlich die erste große Herausforderung beim Boxtraining, wenn es um die Koordination zwischen den Händen und den Füßen geht. Ich weiß noch wie schwer ich es am Anfang hatte das Seilspringen zu erlernen. Es ist äußerst wichtig, dass du die Ruhe bewahrst. Nur mit Geduld und Regelmäßigkeit wirst du es schaffen das Seilspringen zu erlernen. Deshalb fange wie folgt an:

 

  1. Hüpfe auf beiden Zehenspitzen gleichzeitig, damit du die Lockerheit in den Beinen bekommst.
  2. Schwinge dazu das Seil. Hier nimmst du beide Griffe in eine Hand und schwingst es dann neben deinem Körper während du gleichzeitig weiter auf den Zehenspitzen hüpfst.
  3. Wenn du dich langsam an die Koordination und Bewegung gewöhnt hast, nimmst du jeweils einen Griff in eine Hand und probierst die gleiche Bewegung zu machen.
  4. Sobald du auf beiden Beinen gleichzeitig springen kannst, steigst du über in die nächste Stufe. Jetzt versuchst du mit den Zehenspitzen einzeln auf dem Boden zu Hüpfen.

 

Und denke immer daran: GEDULD, GEDULD, GEDULD!!!

 

Tipp

Hier kannst du dir mein Tutorial auf meinem YouTube Kanal anschauen, damit du lernst wie man richtig Seil springt.

 

 

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